Kituvo – Das Projekt

August20

So, es gibt hier viel zu berichten! Jetzt bin ich bereits eine Woche in meinem Projekt, Kituvo-Hospital! Läuft alles nach Plan, werde ich das nächste Jahr hier arbeiten. Es ist (für Africa) ein ziemlich großes Krankenhaus, bestehend aus vielen einzelnen Stationen. Da in-die-Höhe-bauen ziemlich teuer ist und es hier endlos viel Land gibt, erstreckt sich der Komplex mit vielen einzelnen Häusern auf eine große Fläche.
Im Moment bin ich auf dem Gelände in einer Art Apartment (natürlich sehr einfach) mit Küche und Esszimmer untergebracht, werde aber höchstwarscheinlich noch oft umziehen. 
An meinem ersten Tag hier sagte man mir (morgens), ich solle bis zum Mittag warten, dann würde jemand kommen, mich herumführen und mir meine Arbeit hier zeigen. Naja als nach zwei Tagen noch nichts geschah, begriff ich dass ich mich anscheinend selbst um eine Arbeit + Führung kümmern sollte :) . In der Zwischenzeit hatte ich schon viele
andere Leute aus England und Irland getroffen, daunter ein paar Medizin-Studenten und Doktoren, welche hier freiwillig helfen. Also lief ich die nächsten zwei Tage mit den Irland-Ärzten herum und konnte ihnen bei einfachen
Sachen helfen, während sie mir über die einzelnen Fälle erzählten. Es war sehr interessant, viele Patienten hier kommen mit sehr kritischen Konditionen, sher viele haben Malaria oder andere Infektionen.
Ein Kind zum Beispiel hatte ein (riesiges) Geldstück verschluckt, hat ewig gedauert bis ich anhand der Röntgen-Aufnahme selbst drauf gekommen bin ^^.

Am Wochenende war ich zusammen mit den anderen Studenten aus England in Masaka essen und danach fanden wir sogar eine Disco. War alles ziemlich aufregend und auf jedenfall anders.
Masaka selbst ist ziemlich klein und etwa 5 Minuten vom Krankenhaus entfernt. Es gibt ein paar Banken, Restaurants (so in der Art) und Shops. Alles in allem findet man was man braucht.
Am aufregensten ist immer die Fahrt von und zu Masaka, welche nur mit den überall zu findenen Boda-Bodas läuft. Ein Boda-Boda ist eine Art Roller/Motorrad mit ausgebautem Rücksitz, auf dem insgesamt knapp zwei Leute passen. Trotzdem sind sie meist mit bis zu 4 Leuten beladen (Fotos folgen) und die Fahrer haben die Eigenschaft, (selbst bei Nacht) beim Berg-herabrollen immer den Motor auszuschalten um Sprit zu sparen. Ohne Motor auch kein Licht,
also vor allem Nachts immer ein Abenteuer wert, die Boda-Bodas!
Die eingelieferten Verkehrsunfälle hier im Krankenhaus habens demnach in sich!

Vorgestern wurde ich auf einmal ziemlich krank (das volle Programm), in Deutschland würde ich auf eine Grippe tippen aber hier ist es warscheinlich auf das Essen zurückzuführen. Naja, es war eigentlich nur eine Frage der Zeit bis es mich trifft, geschieht anscheinend mit allen Ausländern hier am Anfang.
Heute gehts wieder einigermaßen, morgen kann ich vielleicht wieder arbeiten, mal schauen.

So das wars erstmal wieder von mir, morgen soll ein anderer Freiwilliger aus den USA kommen (endlich mal ein Junge :) , sonst ausschließlich Mädchen hier) warscheinlich werde ich dann wieder umziehen und irgendwie mit ihm zusammen wohnen.
Naja mal schauen, ich werde mich bemühen, bald noch mehr Bilder hochzuladen, aber das Internet hier in Masaka-City ist wirklich unterirdisch langsam!

Sula Bulungi (Gute Nacht)
Leon

10 Kommentare zu

“Kituvo – Das Projekt”

  1. Am August 21st, 2009 um 09:51 annelie sagt:

    hey ho:)
    klingt ja alles sehr cool !!!
    du hast bestimmt eine tolle zeit da drueben, ich wuensche dir viel spass und glueck:) ist bestimmt manchmal auch ganz schoen hart und schrecklich bei all den Unfaellen und Krankheiten…

    liebe gruesse :)

  2. Am August 21st, 2009 um 17:17 Rolf sagt:

    Hey Bush Doctor!
    Du hast doch hoffentlich nicht die Schweinegrippe nach Uganda eingeschleppt? Komm bald wieder auf die Beine und zu Kräften, damit du deinen neuen Job als Röntgenexperte noch ausbauen kannst…
    Sieh zu, Rolf

  3. Am August 22nd, 2009 um 17:19 Sabine sagt:

    Hallo Leon,
    hoffentlich bist du wieder fit und es war nur eine Magenverstimmung. Ich bin heute heil von der Klassenfahrt zurückgekommen, musste allerdings das Krankenhaus von Arolsen auch mit einer Schülerin besuchen…. sicher etwas lixuriöser als bei dir, dafür weniger exotisch. Weiterhin eine schöne Zeit (Mädchen können übrigens auch ganz nett sein….) liebe Grüße von Mama

  4. Am August 24th, 2009 um 00:49 Lotte sagt:

    Hallo Leon!
    Toll, Deine Berichte! So können wir immer mitfiebern (z.B. mit den Patienten oder beim “Boda-Boda-Fahren”, hihi). Nimm doch mal eine Taschenlampe bergab mit…
    Ach ja, in Afrika sagt man auch: “Komm ich nicht heute, komm ich morgen”. Da muss man sich als Deutscher erst mal umstellen :)
    Viele Grüße und gute Besserung auch von Julius und Christopher!
    Lotte

  5. Am August 26th, 2009 um 10:39 Katharina sagt:

    Schoen, mal wieder was von dir zu hoeren/lesen =)

  6. Am August 27th, 2009 um 22:43 O.M. sagt:

    Danke, Leon für Deinen schon gewohnt interessanten Lagebericht am afrikanischen Äquator und Deine ersten medizinischen passiven und aktiven Erlebnisse dort ! Hoffentlich bist Du nun wieder wohlauf, gar nun immunisiert gegen die dortigen beißenden und eindringlichen Übeln .Ist die männliche Verstärkung eingetroffen ? Lieben Gruß Dir – machs weiter gut so ! Deine O:M.

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