Equator+Masaka+Kitovu. Wow schon Dez.!

Dezember7

Hallo Daheimgebliebene.
Es gibt nicht viele Neuigkeiten, deswegen hab ich ein paar Fotos fuer euch hochgeladen.
Vor ein paar Wochen ist mein Freund Michael zurueck in die USA gefahren. Er wollte eigentlich auch ein Jahr hier bleiben, hat es sich dann aber leider nach 3 Monaten anders ueberlegt und ist jetzt wieder daheim. An seinem letzten Wochenende haben wir uns ein Auto von einem Taxifahrer Freund geliehen und sind fuer den Tag selbst nach Kampala gefahren.
Hoert sich jetzt nicht soo abenteuerlich an, aber mit den Strassen, der Fahrweise und den Autos hier war es so ziemlich das verrueckteste was ich hier bis jetzt gemacht habe!

Nichts-ahnender Leon anfangs des Trips
DSC_0190 

Von Masaka bis Kampala waren 126Kms zu ueberwinden. Zuhause wuerde das ca. 1 Stunde dauern, hier ist es nicht unter 3 zu schaffen.
Die Strasse ist ein Disaster. Ueberall Schlagloecher, Umleitungen durch den Sumpf und viel zu schmal fuer all die riesen Trucks. Das Auto selbst war fuer Uganda-Verhaeltnisse in relativ guter Verfassung. In Deutschland waere es Hundertprozentig in jedem einzelnen TUEV Test durchgefallen.
Das naechste Problem war, dass hier alle auf der falschen Seite fahren. Warscheinlich ein Ueberbleibsel aus Britischer Kolonialzeit, zum Glueck ging damit alles glatt.
Naja los fuhren wir also. Leider nicht lange, nach 10 Mins blieben wir ungewollt stehen – kein Benzin. Ich sah das nicht kommen, die Anzeige zeigte mindestens halb voll an. Luegner. Zum Glueck half uns ein Polizist (es dauerte erstmal, bis wir wussten was das Problem ist, wie gesagt halb voll..). Als es weiter ging, gaben nahmen wir den Polizisten mit bis in das naecshte Dorf. Ich dachte, das sei eine super Gelegenheit um die geschwindigkeitsbegrenzung herauszufinden (Strassenschilder – Was fuer Schilder?). Das ging das so:
Leon. “so is it around 60?”
Police. “yeah”
Leon. “oh really, I thought it was 80″
Police. “yes 80″
Leon. “but everyone is going at least 100..”
Police. “Yes, 100″

-

Weiter gings! Erster Stopp (nach 1 Stunde) war der Equator. Dort haben wir die obligatorischen Bilder geschossen und sind weiter Richtung Kampala.

Der Equator…
DSC_0231 

…zusammen mit Michael
DSC_0233 

Souvenir-Laden
DSC_0225 

Und weiter! Noch zwei Stunden bis zum Ziel. Verfahren ging nicht, es gibt nur die eine Strasse. Endlich mal ein Vorteil.

Stolzer Leon nebenst erstem Auto
DSC_0195 

Super-gesicherte Ladung
DSC_0192 

Big is Big. Ein Bus beim Ugandischem Volkssport – Ueberholen. “Whenever, wherever, no matter what!”
DSC_0206 

Die ein(zig)e Strasse
DSC_0217 

Naja dann haben wirs doch irgendwie bis Kampala geschafft. Je naeher man der Stadt kam, desdo wilder und planloser wurde es. Immernoch keine Schilder, dafuer hunderte neue Strassen in alle Richtungen, plus tausende autos und Boda-Bodas (die Motorraeder, quetschen sich ueberall durch die verrueckten). Ich musste mich dann ganz auf meine Erfahrung von den vorherigen Besuchen verlassen.
In Kampala haben wir dann gleucklich die Zivilisation (hauptsaechlich den fast-food) genossen, bis es wieder zurueck ging.

Kampala. Leider schon zu dunkel fuer Bilder, naechstes Mal!
DSC_0241 

Leider hat uns die Dunkelheit ueberrascht. Mist. Eigentlich mag ich es, bei Nacht zu fahren. Und komm schon, immerhin haben wir den Hinweg auch gechafft.
Hier kommt das Problem (zu all den vorhandenen): Aus mir voellig schleierhaften Gruenden schaltet jeder Fahrer bei Sichtkontakt sofort Fernlicht an.  ..  .  Genau. Totale Finsternis – Boom. Volles Fernlicht.
War leider nicht so toll auf der schmalen Strasse, immer wenn ein Auto entgegenkam waren wir zwei auf Hochspannung. Michael auf dem Beifahrersitz (links) sagte mir immer GENAU, wie nah ich am Strassenrand bin, waehrend ich total angespannt, 10cm vom Lenkrad entfaehrt, krampfhaft auf die Streasse vor mich starrte. Die Sichtweite ist wirklich Null, wenn man eins nach dem anderen Mal von den Big-is-Big Trucks mit vollem Fernlicht geblendet wird.
Leon. “oh my god, I think I see a car coming”
Michael. “little left – little left”
und so weiter. Nicht alle Autos hatten dann aber ein Licht, manchmal erschien vor einem auf einmal ein Blinker. Mehr nicht.
Naja wir habens ueberlebt, es war wirklich verrueckt und spannend und keine Sorge, ich werds auf keinen Fall bei Nacht wiederholen.
Hinterher ist man immer schlauer :) !

Hier noch ein paar Bilder von Masaka und Kitovu Hospital!

Der Malnutrition-Ward. Dort sind die unterernaehrten Kinder untergebracht.
DSC_0271 

Wohnungen fuer Besucher und so. Ich werde euch mein Zimmer spaeter mal zeigen, im Moment schrecklich unordentlich (Ueberraschung:))
DSC_0274 

Kinderkrankenstation
DSC_0280 

Chirurgie
DSC_0287 

Frauen-Station und Aufnahmeraeume
DSC_0290 

Vor dem Hospital die Shops
DSC_0304 

Hier ein paar Bilder aus Masaka. Die Disco Ambiance. Sieht besser aus von innen!
DSC_0307 

Masaka Town. Leider nicht so schoen. Masaka wurde unter Idi-Amin weitestgehend zerstoert, deshalb wird viel gebaut – und stehengelassen
DSC_0315 

-
DSC_0317 

Banana Chick. Ein nettes Lokal. An den WE’s voll mit Fussball-begeisterten Fans
DSC_0323 

Er wollte unbedingt ein Foto. Interessanter Geschmack :)
DSC_0337 

So das wars wieder von mir. Bald ist schon Weihnachten, unglaublich wie schnell die Zeit hier vergeht. Werd euch hier vermissen! Geschenke sind auf dem Weg!

Happy Nikolaus!

archiviert in Allgemein | 32 Kommentare »